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Hier finden sich News von der Projekt- und den Partnerseiten


Das Interreg-Projekt „ISTER“ (ConnectIng hiSTorical Danube rEgion‘s Roman routes) hat zum Ziel, das antike römische Straßennetz entlang des Donauraums wiederzuentdecken. Benannt nach dem alten griechischen Namen für die Donau, ist es die Idee von ISTER, touristische Routen aus den Römerstraßen im Donauraum zu entwickeln, und einen Mehrwert für die durchquerten Regionen zu erreichen. In vielen Teilen des Donauraums sind die Römerstraßen nicht sehr sichtbar und die touristische Erschließung nicht vorhanden. Als zusammenhängende, transnationale Elemente fungieren sie aber als ein ideales Zielobjekt, um die Steigerung der territorialen Entwicklung und Attraktivität der Regionen im Donauraum zu fördern.
https://www.ostwuerttemberg.org/regionalentwicklung-und-projekte/laufende-projekte/ister-roemische-routen/

Impressionen aus den Partnerstädten

Quelle: https://www.facebook.com/InterregISTER/photos

Limestor bei Dalkingen (Deutschland)

Unter den antiken römischen Artefakten entlang der LIMES-Grenze befindet sich das ehemalige LIMES-Tor bei Dalkingen. Der bemerkenswerte, 12 Meter hohe römische Triumphbogen mit einer großen kaiserlichen Statue aus Bronze wurde 213 und 214 n. Chr. errichtet und stand wahrscheinlich im Zusammenhang mit einem siegreichen Feldzug des Kaisers Caracalla gegen die Alemannen.
Es ist die einzige Toranlage, die entlang des über 500 km langen obergermanisch-rätischen Limes gefunden wurde. Die Überreste des Dalkinger Tors wurden 1974/75 während
Ausgrabungen entdeckt. Den Witterungseinflüsse ausgesetzt, wurde 2008/2009 beschlossen einen Schutzraum aus Stahl und Glas über der archäologischen Stätte zu errichten. Ein herabhängender Stoffkubus über dem originalen Tor, ermöglicht die Visualisierung von Dimension und Aussehen des früheren Limes-Tors.
Das Dalkinger-Tor ist zusammen mit einem LIMES-Grenzabschnitt, einem LIMES-Turm, einem römischen Bad, einer bürgerlichen Siedlung und einer Burg Teil des archäologischen Parks Rainau.

Römerstadt Carnuntum (Österreich)

Carnuntum war vom 1. bis 4. Jahrhundert n. Chr. eine bedeutende römische Weltstadt an der Grenze des Römischen Reichs. Durch die militärisch wichtige Lage zur Grenzsicherung und die Nähe zu großen Handelsrouten, entwickelte sich Carnuntum zur Hauptstadt der Provinz Oberpannonien mit rund 50.000 Einwohnern.
Die Geschichte und wissenschaftliche Grundlagenforschung lebendig zu machen ist das Ziel der Römerstadt Carnuntum. Das Römische Stadtviertel mit wiederaufgebauten antiken Häusern, die Amphitheater und das Museum Carnuntinum als Schatzhaus von Carnuntum lassen die Antike wiederauferstehen.
https://www.carnuntum.at/de/roemerstadt-carnuntum

Alba Iulia (Rumänien)

Das Principia-Museum in Alba Iulia ist einer der Orte, an denen die Geschichte des von den Römern erbauten Castrums in Apulum erlebt werden kann. An Ort und Stelle des Museums wird ein Teil des Principia-Gebäudes des römischen Castrum in Apulum gezeigt.
 
Die 13. Legion Gemina, die einzige die während der gesamten römischen Besatzungszeit in der Provinz Dacia verblieb, hatte hier ihr Hauptquartier.
Die Reste der Principia und anderer römischer Bauten, welche in Alba Carolina Citadel erforscht und touristisch präsentiert wurden, sind Teil der „European Cultural Route of the Roman emperors and wine along the Danube“.

Villa Romana Baláca (Ungarn)

Auf dem Gebiet der ehemaligen Provinz Pannonien fanden Bauern 1904 die Überreste eines auf dem Feld versteckten Landgutes aus der Römerzeit. Die Fläche der Farm beträgt etwa neun Hektar, von denen ein halber Hektar ergraben und wissenschaftlich erforscht wurde. Die Farm war eigentlich ein Herrenhaus mit einer römische Farm, auf der Landwirtschaft und Tierhaltung betrieben wurden. Die Römer besiedelten Baláca erstmals im 1. Jahrhundert n.Chr. Das erste kleine Anwesen wuchs über das 2. und 3. Jahrhundert zu einem riesigen Komplex. Das Zentrum des Anwesens wurde von einer Mauer begrenzt innerhalb derer im Laufe der Jahrhunderte viele Wohn- und Wirtschaftsgebäude, Zier- und Bauernhöfe sowie Gärten angelegt wurden.
Das heute besuchbare Areal des Ruinengartens beträgt etwa 2 Hektar. Von den 22 bekannten Steingebäuden in dieser Gegend können das fast 2000 m² große Hauptgebäude des Hofes mit einem geschützten Dach und drei teilweise ummauerte Gebäuden besichtigt werden. Im zweiflügeligen Lapidarium können beeindruckende Stücke römischer Steinmonumente des Landkreises Veszprém erkundet werden. Der Rest des Ruinengartens besteht aus einem parkähnlichen Areal mit einem römischen Gewürz- und Kräutergarten.

Ulpia Escus (Bulgarien)

Ulpia Escus wurde als eine typisch römische Stadt mit rechteckiger Form und senkrecht zueinander stehenden Straßen in Ost-West- und Nord-Süd-Richtung gebaut. Die Straßen sind mit Steinplatten bedeckt, unter denen sich ein Wasserversorgungssystem und Abwasserkanäle befinden. Die Gesamtfläche der Stadt beträgt 28 Hektar. Die Stadt Escus blieb bis zur Türkenbelagerung im 14. Jahrhundert bewohnt.
Heute ist Ulpia Escus eine archäologische Ausgrabungsstätte, in welcher die Überreste von Straßen, Tempeln und einer großen zivilen Basilika zu sehen sind. Ebenfalls entdeckt wurden ein Forumskomplex, ein Tempel der Kapitolinischen Dreifaltigkeit (Jupiter, Juno und Minerva), eine große zivile Basilika, öffentliche Gebäude, Bäder usw.

Emona (Slowenien)

Der archäologische Park Emona vereint die Überreste der römischen Kolonie Emona, die im Zentrum der modernen slowenischen Hauptstadt Ljubljana verstreut sind. Es wurde ein spezieller Pfad erstellt, der alle römischen Orte in Ljubljana miteinander verbindet, an welchen die Römer vom 1. bis zum späten 5. Jahrhundert in der Stadt lebten.
Durch einen, vor fast einem Jahrhundert entdeckten, Inschriftenstein ist bekannt, dass Emona bereits in der zweiten Hälfte des Jahres 14 oder zu Beginn des Jahres 15 n. Chr. existierte. Die Stadt war in einem Rechteck mit einem zentralen Platz, einem Forum und einem System rechteckiger, sich kreuzender Straßen angelegt. Mauern und Türme umgaben die Stadt, wobei auch einige Gebiete jenseits der Mauern besiedelt wurden. Emona bestand vom ersten bis zum fünften Jahrhundert.
Auch heute gibt es noch mehrere Orte in Ljubljana, an welchen das römische Erbe sichtbar ist.

Quellenangaben

Obige Beiträge sind zum Teil von Facebook, zum Teil von Partnerseiten, zum Teil eigenständig verfasst.
Alle Projektpartner sind hier verlinkt DTP Homepage

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